Musiktherapeut(in)

 

Kursname:Musiktherapeut
Dauer:2 Intensivwochen
Termine:Nr. GC04-8:03.03 - 15.03.2018, Sa-Do je 10-19 Uhr
Gebühr:EUR 2.100,- (inkl. USt.)
Ort:Gran Canaria / Retreat und Seminarzentrum Montecristo
Zertifikat:

Der erfolgreiche Abschluss wird mit einem Zertifikat des IEK bescheinigt. Die erworbene Qualifikation kann grundsätzlich bundesweit namentlich geführt und z. B. in selbstständiger Arbeit, eigener Praxis oder im Angestelltenverhältnis beruflich ausgeübt werden. Die mit dieser Ausbildung erworbene Zusatzqualifikation Autogenes Training entspricht inhaltlich den qualitativen Anforderungen der Krankenkassen bzw. der Kassenärztlichen Vereinigung. Somit werden die absolvierten Unterrichtseinheiten unter der Maßgabe einer Einzelfallprüfung bei bestehender Grundqualifikation von den Krankenkassen hinsichtlich des § 20 SGB V (Primärprävention) bzw. von der Kassenärztlichen Vereinigung hinsichtlich des Einheitlichen Bewertungsmaßstabs im Bereich übender Techniken als spezifische Qualifikation grundsätzlich anerkannt.

Voraussetzungen:

Einfühlungsvermögen, Freude am Umgang mit Menschen, Fähigkeit zur Selbstreflexion sowie die Beherrschung von einem Instrument.

Hintergrund

Nach der Überlieferung soll bereits Pythagoras (570-510 v. Chr.) die Heilkraft von Klängen erkannt und therapeutisch genutzt haben. Das Interesse an dieser Betätigung versiegt auch Jahrhunderte nach der Antike nicht: In der abrahamitischen Tradition lassen sich Hinweise auf den Einsatz von Klängen zur Heilung von Krankheiten finden. In der Renaissance wurde dieses uralte Wissen weiter ausgebaut und den vier Gemütsstimmungen oder Temperamenten des Menschen (Melancholiker, Choleriker, Sanguiniker und Phlegmatiker) bestimmte Musik zugeordnet.

Heute ist die Wirksamkeit von Klängen durch die moderne Musikmedizin und -therapie sowohl bei somatischen Erkrankungen als auch bei psychischen Schwierigkeiten nachgewiesen.

Die Musiktherapie stellt aufgrund dieser Forschung mittlerweile eine eigenständige Heilmethode dar. Kerngedanke ist, durch gezielten Einsatz von Musik eine therapeutische Wirkung zu erzielen, die der Wiederherstellung, Erhaltung und Förderung psychischer und körperlicher Gesundheit dient. Auch wenn die Musiktherapie vorrangig auf die heilende Wirkung von Klängen sowie auf das Hören und Erleben von Musikstücken verschiedener Genres setzt, steht insbesondere bei der Aktiven Musiktherapie auch das Spielen der Instrumente (wozu auch die Stimme gehört) und das Zusammenspiel mit anderen im Fokus. Ein nicht unbedeutender Nebeneffekt der musiktherapeutischen Wirkung ist beim gezielten Einsatz von Klängen oft eine tiefe Entspannung der Rezipienten und die Harmonisierung ihres Nervensystems.

Zentrale Einsatzgebiete der Musiktherapie sind insbesondere heilpädagogische, kurative, rehabilitative und präventive Felder, in denen Musiktherapeuten/innen mit Menschen aller Lebensalter arbeiten. Auf institutioneller Ebene behandeln sie Patienten und Patientinnen mit somatischen, psychischen, psychosomatischen sowie psychiatrischen Erkrankungen sowie Personen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen.

Ziel

Die Teilnehmenden erwerben die Qualifikation der therapeutischen Intervention an Personen mittels zahlreicher Musik-, Ton und Klanginstrumenten, um die musikalischen Ausdrucks- und Gestaltungsprozesse von Personen therapeutisch zu begleiten und sie hinsichtlich ihrer Wirkung sowie des Übertragens der Prozessergebnisse aus der musiktherapeutischen Selbsterfahrung auf ihren Alltag zu beraten. In der Ausbildung werden allgemein-therapeutische sowie musikmedizinische und -therapeutische Methoden vermittelt, die den aktiven und rezeptiven Zugang zum individuellen Ausdruck im Medium Klang, Ton und Musik erleichtern, und durch diese Erfahrung zu mehr körperlichem, seelischem und geistigem Gleichgewicht verhelfen.

Aus dem Inhalt

Basiswissen

Geschichte und Grundlagen der Musiktherapie
Ansätze der Musiktherapie (Modelle und Menschenbilder)
• Berufsbild und Tätigkeitsfelder von Musiktherapeuten
• Praxisfelder: Einsatzformen im Berufsalltag
• Musiktherapie und Forschung: Menschliche Informationsverarbeitung
• Musikmedizin / Funktionelle Musiktherapie
• Therapeutische Interventionsformen und Interventionsmöglichkeiten
• Anamneseverfahren in der Musiktherapie
• »Biographische Sinfonie«: Biographisches Musizieren
• Gruppenmusiktherapie
• Praxiserfahrungen: Durchführung verschiedener musiktherapeutischer Therapieeinheiten
• Musiktherapie und psychische Störungen
• Klassische Störungsbilder – Indikation
• Musiktherapie im klinischen Setting
• Anleitung von Patientengruppen
• Spielformen aktiver Musiktherapie in Selbsterfahrung und Reflexion
• Potenzialentwicklung durch musiktherapeutische Intervention
• Aufdeckung unbewusster Strukturen und Mechanismen, affektive Umstrukturierung
• Aufdecken innerpsychischer Blockaden durch Musikinduktion
• Kommunizieren via Musik
• Ausdruck des Istzustands sowie Veränderung von Emotionen durch Musik (Sollzustand)
• Das Tridentitätsmodell: Nahrung, Spiegel, Gegenüber
• Musikalische Dialoge im therapeutischen Prozess
• Risiken des musikalischen Dialoges in der therapeutischen Arbeit
Kontraindikation
• Therapeutische Funktionen der Musik und der Musikinstrumente
• Die Appellstruktur oder der Aufforderungscharakter von Instrumenten
• Symbolfunktion oder thematischer Appell von Instrumenten
• Instrumente, Stimme, Körper
• Die Bedeutung von Nähe und Distanz zwischen Musikinstrument und eigenem Körper
• Evozierung kollektiv unbewusster Prozesse durch Musikinduktion
• Entwerfen eines musikalischen Seelenbildes
• Therapeutische Interventionen mittels allgemeiner Musikinstrumente
• Kombination von Stimme und Bewegung
• Instrumente / Stimme / Körper
• Aktive Musiktherapie bzw. Klangtherapie – Abgrenzungen
• Differenzierungen: Aktive und Rezeptive Musiktherapie
Therapeutische Haltung
• Therapeutische Beziehung
• Fragetechniken
• Interventionstechniken für Psyche und Gesundheit
• Rechtliches zum Therapeutenberuf
• Praxiserfahrungen: Durchführung verschiedener musiktherapeutischer Therapieeinheiten
• Erstellung eines Therapie- und Seminarplans
• Selbsterfahrung
• Supervision und Einzelcoaching

Hypnosystemischer Ansatz in der Musiktherapie und Elementen aus dem MRE® Multisynästhetisches Relaxamentum Entspannungsverfahren

Regressionstechniken
• Hypnoseinduktion und Trancevertiefung durch Ton, Klang und Musik
Tranceeinleitung durch elektronische Musik
Veränderung: Wahrnehmung – Wahrnehmungsverarbeitung
(Hörerfahrungen und Wahrnehmung von Klängen – auditiv und über den gesamten Körper)
Erfahrung von Stille
• Erleben des Eigenklangs
• Ergründen von klanglichen „Emotionslücken“
• Finden der individuellen Klang- und Bewegungsschwingung durch Meditation und Experimenttönen
Autogenes Training (Seminarleiterschein)
Einsatzmöglichkeiten von Instrumenten in der Grund- und Oberstufe des Autogenen Trainings
• Finden des Eigengefühls und seine Verknüpfung mit dem Eigenklang

• Einführung in die klangtherapeutische Entspannungsarbeit
• Musik und Ton: Entstehung und Wirkung
• Musik/Klänge und Entspannung
• Musik/Klänge und Therapie
• Anteil von Klängen an Entspannung und Wohlergehen
• Klänge als heilende Kraft
• Erkunden von Klängen im eigenen Körper
• Aufsuchen von Gefühlszuständen mittels Entspannungstechniken und Musik
• Rapport

Elemente der gestaltungstherapeutischen Musiktherapie

  • Seelen- und Körperlandschaft und Klangzuordnung
  • Finden der Eigenfarbe und ihre Verknüpfung mit dem Eigenklang
  • Bild- und Tonvisualisierung
  • Regeneration und Auflockerung in der Kombination aus Musik und Malerei
  • Farbvermischungen bei Musikuntermalung beobachten
  • Selbstwahrnehmung und Gefühlsdifferenzierung durch die Verbindung von Musik und Malerei

Aus dem Methodenteil

In der Ausbildung werden durch Vortrag und Gruppenarbeit ein theoretisches und praktisches Basiswissen sowie Kernkompetenzen eines/r Musiktherapeuten/in erarbeitet. Durch Selbsterfahrung, Körperwahrnehmungsübungen im Medium Ton, Musik und Klang sowie eigenes Ausprobieren erwerben die Teilnehmenden grundlegende Spiel- und Interventionstechniken. Die erworbenen Fähigkeiten konvergieren mit den bereits vorhandenen Fähigkeiten und Vorerfahrungen der Teilnehmenden im Feld musiktherapeutischer Behandlungs- und Interventionsmaßnahmen.

So melden Sie sich für eine unserer Ausbildungen an:

Im Formular unten wählen Sie den gewünschten Termin, geben Ihre persönlichen Daten und ggf. Bemerkungen ein und klicken dann auf "weiter zum nächsten Schritt".

Im nächsten Schritt können Sie Ihre Eingaben noch einmal überprüfen, bevor Sie die Anmeldung durch Klick auf den Button "Zahlungspflichtig anmelden" absenden. Hier haben Sie außerdem die Möglichkeit, einen Schritt zurück zu gehen, um jede Ihrer Eingaben über die üblichen Tastatur- und Mausfunktionen zu korrigieren. Der Anmeldevorgang ist nach Betätigung des Buttons "zahlungspflichtig anmelden" abgeschlossen. Eine Korrektur von Eingabefehlern ist ab dem Zeitpunkt der Betätigung dieses Buttons nicht mehr möglich. Nach der Anmeldung erhalten Sie eine verbindliche Anmeldebestätigung (Vertragsschluss).

Musiktherapeut

Gran Canaria / Retreat und Seminarzentrum Montecristo

EUR 2.100,- (inkl. USt.)



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Bemerkungen

Ausbildungszentrum II

Nur wenige Kilometer abseits des Trubels von Maspalomas liegt Montecristo, ein Mikrokosmos – mehr als ein Geheimtipp für erholungssuchende Individualisten sowie Kunst- und Naturliebhaber. Guy Martin und Andreas Dacke sind hier für diesen „Garten Eden“ verantwortlich, der wohl eine der schönsten botanischen Parkanlagen auf Gran Canaria ist und wo sich Kunst mit der Natur vereint, und ein idealer Ort für die Durchführung unserer Ausbildungen darstellt.

Adresse:

Montecristo
Barranco de Ayagugaures 85
E- 35109 Maspalomas (Gran Canaria)

(Anfahrt vom Flughafen auf die GC 1 Richtung Maspalomas, dann abbiegen an der Ausfahrt 46 San Fernando,
Richtung Palmitos Park. Anfahrt über die GC 504)

2017-10-16T15:35:43+00:00